Resilienz und Bewegung – Jahrestreffen 2022 des Landesnetzwerks bot ein „bewegtes“ Programm

Das Landesnetzwerk „Anlaufstellen für ältere Menschen“ hat am 6. Oktober 2022 sein „bewegtes“ Jahrestreffen im Bürgerhaus Mainz-Hechtsheim ausgerichtet, dem rund sechzig Teilnehmende gefolgt waren. Gemeinsam waren sie angetreten, um im Landesnetzwerk die Corona-Zäsur zu überwinden und den Neustart mit ihren Ideen zu beleben.

Mentale Widerstandskraft und körperliche Stärke ergänzen sich, darum wurde der Themenkreis um Resilienz und Bewegung in Vorträgen und Workshops zum Mitmachen und Ausprobieren dargeboten. Das Leibniz-Institut für Resilienzforschung übernahm die theoretische Einführung zu mentaler Resilienz. Die Landesinitiative „Land in Bewegung“ sowie die Kampagne „ich bewege mich, mir geht es gut“ stellten ihre Multiplikatorenschulungen und Programme für ältere Menschen mit Bewegung im öffentlichen Raum vor.

In Workshops am Nachmittag erprobten die Teilnehmenden Resilienz- und Bewegungsangebote in Workshops selbst; darunter der Herzensspaziergang, Stuhlgymnastik, Qi Gong, die „leichten Wege“ aus dem Programm der Landesinitiative „Land in Bewegung“ und vieles mehr. Die Workshops vermittelten ein lebendiges Gemeinschaftserlebnis und machten Lust auf Begegnung. Zugleich erhielten die Teilnehmenden Anregungen für eigene Bewegungsangebote in ihrer Heimatgemeinde.

„Wieder in Bewegung kommen“ ist für Ehrenamtsnetzwerke nach der Akutphase der Corona-Pandemie eine große Herausforderung und war infolgedessen Thema des diesjährigen Jahrestreffens im Landesnetzwerk „Anlaufstellen für ältere Menschen“ in Rheinland-Pfalz. Die digitale Kommunikation ist mit großem Schwung in allen Gesellschaftsgruppen angekommen. Sie hat auch die Arbeit für und mit Seniorinnen und Senioren stärker als je zuvor erreicht. Behutsam kehrt man nun zur Arbeit in Präsens zurück und stellt doch fest, dass sich etwas verändert hat. „Die Corona-Pandemie ist keineswegs vorbei. Ganz besonders in den Netzwerken des Ehrenamts und der älteren Menschen hat sie Spuren hinterlassen“, berichtete Sozialminister Alexander Schweitzer nach seiner Sommerreise durch Rheinland-Pfalz. „Umso beeindruckender ist die Tatkraft und Resilienz derjenigen, die das Tief überwinden und die Netzwerke nun wieder aufbauen.“

Das Landesnetzwerk „Anlaufstellen für ältere Menschen“ in Rheinland-Pfalz wurde – nach zweijähriger Vorbereitungsphase – 2019 gegründet. Damit fiel die Pionierphase mitten in die Ausnahmesituation der Virus-Pandemie. Dennoch fanden die Jahrestreffen in digitaler Form statt und brachten das „Compendium gegen die Einsamkeit“ sowie die Resolution „Lessons Learned“ hervor. Aktuell ist Resilienz und Stärke für den Neustart gefordert, um die Extreme der zunächst lebendigen Begegnung, danach des Rückzugs und der virtuellen Kommunikation zu einem neuen „Normal“ zu vereinen.

Das Landesnetzwerk arbeitet generell partizipativ; die Moderation der Veranstaltung übernahmen Marina Scherrer und Harald Schütz – beide ehrenamtlich im Netzwerk aktiv. Sie wurden unterstützt von Annette Scholl und Rebecca Degutsch, von der Servicestelle bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenbüros (BaS).

Das Landesnetzwerk präsentierte nicht nur Wissenswertes, sondern war eine Kontaktbörse, bei der man Gleichgesinnte und Ansprechpartnerinnen und –partner kennenlernte. Hier trafen sich Aktive aus dem Haupt- und Ehrenamt in der Seniorenarbeit. Wer dauerhaft dabei sein wollte, konnte sich über Mitwirkungsmöglichkeiten und Angebote informieren!

Das Landesnetzwerk wird gefördert von der Landesleitstelle „Gut leben im Alter“ beim Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz.

Kontakt und Information

Landesnetzwerk „Anlaufstellen für ältere Menschen in Rheinland-Pfalz“, Servicestelle:
Annette Scholl, Telefon: 0228 2499993-47, scholl@seniorenbueros.org
Rebecca Degutsch, Telefon: 0228 249993-47, degutsch@seniorenbueros.org

Förderung

Landesleitstelle „Gut leben im Alter“, Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz, www.gutlebenimalter.rlp.de

Dokumentation

Ähnliche Beiträge

Bundesweite Fachtagung Hass und Hetze im Netz

Bundesweite Fachtagung Hass und Hetze im Netz

Am 13. und 14. September veranstaltet das LKA Rheinland-Pfalz zusammen mit weiteren Partnern die bundesweite Fachtagung „Hass und Hetze im Netz – Reaktionsmöglichkeiten der wehrhaften Demokratie“